Positive Psychotherapie (PPT) nach Prof. Dr. med. Nossrat Peseschkian

Familien- Und Konflikteraterin/ Mediatorin (IAPP)
Internationale Akademie für Positive und transkulturelle Psychotherapie,
Wiesbadener Weiterbildungskreis für Psychotherapie


Die Positive Psychotherapie ist  ein tiefenpsychologisch fundiertes Therapieverfahren, welches Anfang der 1970er Jahre von dem deutsch-iranischen Arzt und Psychotherapeuten Prof. Dr. med. Nossrat Peseschkian  entwickelt worden ist.
Die PPT kann als konfliktzentrierte, interdisziplinäre und ressourcenorientierte Kurzzeitpsychotherapie bezeichnet werden.
Sie ist aus der positiven Psychologie hervorgegangen, einer Bewegung, die das Positive in den Vordergrund rückt.
Der Begriff "Positiv" (lateinisch: positum)ist hierbei in seiner ursprünglichen Bedeutung zu verstehen: das Tatsächliche, das Vorgegebene.
Tatsächlich vorgegeben sind nicht notwendigerweise die Konflikte und Störungen, sondern die Fähigkeiten, die jeder Mensch mitbringt.
Die meisten gängigen Therapieformen konzentrieren sich fast ausschließlich auf Krankheitssymptome und deren Beseitigung. Im Zentrum der PPT steht die Aktivierung der Ressourcen und Stärken des Patienten ohne jedoch seine Defizite, Schwächen oder Störungen zu vernachlässigen. Jeder Mensch ist nicht nur als isoliertes Einzelwesen zu begreifen,  ebenso müssen seine zwischenmenschlichen Beziehungen, seine Herkunft und seine kulturell geprägten Einstellungen, Verhaltensweisen und Gewohnheiten berücksichtigt werden.
Durch die PPT sollen Eigeninitiative, Selbstverantwortung und  die Selbstheilungskräfte des Patienten aktiviert werden, die dazu beitragen, Depressionen und andere psychische und/ oder psychosomatische Erkrankungen signifikant zu reduzieren.