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Blähungen, Bauchschmerzen, Migräne oder Hautreaktionen – Histamin als mögliche Ursache


Mann mit Bauchschmerzen nach dem Essen mit Rotwein und Käse als mögliche Histaminreaktion
Blähungen, Bauchschmerzen oder Migräne können bei manchen Menschen mit Histaminreaktionen zusammenhängen.

Vielleicht kennst du diese Situation: Du sitzt mit Freunden beim Abendessen, isst ganz normal und zunächst scheint alles in Ordnung zu sein. Doch kurze Zeit später beginnt dein Bauch sich aufzublähen. Es entstehen Blähungen oder Bauchschmerzen, vielleicht kommt ein unangenehmes Druckgefühl im Bauch dazu.


An anderen Tagen treten plötzlich ganz andere Beschwerden auf: Migräne, Hautrötungen, Juckreiz oder ein plötzliches Hitzegefühl im Gesicht. Manche Menschen berichten auch über Herzklopfen, Schwindel oder starke Müdigkeit, ohne einen klaren Auslöser erkennen zu können.


Manche Betroffene stellen außerdem fest, dass ihre Beschwerden nach bestimmten Lebensmitteln stärker auftreten – zum Beispiel nach Rotwein, gereiftem Käse, Wurstwaren oder bestimmten Fertigprodukten. Gleichzeitig passt das Gesamtbild oft nicht richtig zu einer klassischen Nahrungsmittelunverträglichkeit.


In meiner Naturheilpraxis Selma Alaçam in Mannheim begegne ich solchen Beschreibungen immer wieder. Besonders häufig stehen diese Beschwerden im Zusammenhang mit Verdauungsproblemen, Veränderungen der Darmflora oder Reaktionen im Verdauungssystem. Eine mögliche Verbindung zwischen diesen unterschiedlichen Beschwerden kann der körpereigene Botenstoff Histamin sein.





Was Histamin im Körper eigentlich macht


Histamin ist ein natürlicher Botenstoff des Körpers, der an vielen Prozessen beteiligt ist. Er spielt unter anderem eine Rolle bei:


  • Entzündungsreaktionen des Immunsystems

  • der Regulation der Magensäure

  • der Kommunikation zwischen Nerven- und Immunzellen

  • allergischen Reaktionen



Histamin wird sowohl im Körper selbst gebildet als auch über bestimmte Lebensmittel aufgenommen.


Normalerweise wird überschüssiges Histamin durch bestimmte Enzyme – insbesondere die Diaminoxidase (DAO) – wieder abgebaut.





Wenn Histamin im Körper schlechter abgebaut wird


Wenn Histamin im Körper vermehrt freigesetzt wird oder nicht ausreichend abgebaut werden kann, können unterschiedliche Beschwerden auftreten.


Typische Symptome können zum Beispiel sein:


  • Blähungen oder Bauchschmerzen

  • Durchfall oder Verstopfung

  • Übelkeit

  • Kopfschmerzen oder Migräne

  • Hautrötungen oder Juckreiz

  • plötzliches Hitzegefühl (Flush)

  • Herzklopfen

  • Müdigkeit oder Erschöpfung



Nicht jeder Mensch entwickelt dabei die gleichen Symptome. Häufig treten mehrere Beschwerden gleichzeitig auf oder wechseln sich ab.




Welche Rolle der Darm dabei spielen kann


Der Darm spielt eine wichtige Rolle im Umgang des Körpers mit Histamin.


Ein Teil des Histaminabbaus findet im Verdauungssystem statt. Gleichzeitig befindet sich im Darm ein großer Teil unseres Immunsystems, und auch die Darmflora kann Einfluss auf histaminbedingte Reaktionen haben.


Wenn das Darmmilieu verändert ist, kann sich daher auch der Umgang des Körpers mit Histamin verändern.


Dabei können unter anderem folgende Faktoren eine Rolle spielen:


  • Veränderungen der Darmflora

  • eine bakterielle Fehlbesiedelung des Dünndarms (SIBO)

  • Veränderungen der Darmbarriere

  • entzündliche Prozesse im Verdauungssystem



Mehr über diese Zusammenhänge kannst du auch in den folgenden Artikeln lesen:




Histaminreaktionen können deshalb auch bei Menschen auftreten, die bereits unter Blähbauch, Reizdarmbeschwerden oder anderen funktionellen Verdauungsstörungen leiden.




Zusammenhang zwischen Histamin und Nervensystem


Histamin wirkt nicht nur im Verdauungssystem, sondern auch im Nervensystem.


Der Darm steht über die sogenannte Darm-Hirn-Achse in engem Austausch mit dem Gehirn. Belastungen des Nervensystems, dauerhafte Anspannung oder Stress können daher ebenfalls Einfluss auf Verdauungsprozesse und bestimmte Körperreaktionen haben.


Mehr über diesen Zusammenhang erfährst du im Artikel:





Ganzheitliche Betrachtung bei Verdauungsbeschwerden


Verdauungsbeschwerden entstehen selten durch eine einzige Ursache. Häufig spielen mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle.


Bei einer ganzheitlichen Betrachtung können unter anderem folgende Aspekte berücksichtigt werden:


  • Zusammensetzung der Darmflora

  • Stabilität der Darmschleimhaut und Darmbarriere

  • Funktion von Verdauungsenzymen

  • Darmbewegung (Peristaltik)

  • Belastung des Nervensystems durch Stress oder dauerhafte Anspannung

  • mögliche Nahrungsmittelreaktionen

  • Ernährungsgewohnheiten und Lebensstil

  • Umweltbelastungen

  • chronische Infektionen oder entzündliche Prozesse



Hinweis


Wenn du unter anhaltenden Blähungen, Bauchschmerzen oder anderen wiederkehrenden Beschwerden leidest, kann es sinnvoll sein, mögliche Zusammenhänge genauer zu betrachten.


In meiner Naturheilpraxis Selma Alaçam in Mannheim begleite ich Menschen dabei, Zusammenhänge zwischen Verdauung, Darmflora, Nervensystem und individuellen Auslösern besser zu verstehen.


Mehr über mögliche Zusammenhänge zwischen Reizdarm, Verdauung und Nervensystem findest du auch auf der folgenden Seite:


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