Die Behandlung der Lyme-Borreliose


Aus dem Buch: „Die Biologische Behandlung der Lyme-Borreliose. Die Persistenz von Erregern als Ursache chronsicher Erkrankungen“. Dr.med. Dietrich Klinghardt und Ariane Zappe, 2016.

Die Lyme-Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Borrelia burgdorferi oder verwandte Borrelien aus der Gruppe der Spirochäten, durch Co-Infektionen (ein Wirt ist gleichzeitig mit mehr als einem Krankheitserreger infiziert), opportunistische Infektionen oder Prä-Infektionen (vorgeburtliche Infektionen durch plazentagängige Keime) ausgelöst wird. Unter opportunisitischen Erregern versteht man krankheitsverursachende Keime wie Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten, die sich ein geschschwächtes Immunsystem zunutze machen, um eine Infektion auszulösen.

Bei der Lyme-Borreliose handelt es sich um eine komplexe Multisystem-Erkrankung, die den gesamten Körper befallen kann. Der größte Teil der Symptome wird allerdings nicht duch die Erreger selbst, sondern durch eine fehlgeleitete Reaktion unseres Immunsystems hervorgerufen, wodurch es zu einer großen Variation und Vielfalt an Symptomen kommen kann.


Die Biotoxine (Stoffwechselendprodukte) von Pilzen, Parasiten, Bakterien, Protozoen und auch Schwermetalle werden über den gleichen Weg entgiftet und viele Symptome werden aufgrund der völlig überlasteteten Entgiftungswege ausgelöst.

Viele Krankheiten, die den chronisch neurologischen Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen „unbekannter Ursache“ zugeordnet werden, gehen nachweislich auf eine Infektion mit Borrelien oder deren Co-Erregern zurück.

Dazu zählen Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), chronisches Müdigkeitssyndrom (CFIDS), rheumatische Symptome, Multiple chemische Sensibilität (MCS), ADHS, Autismus, psychiatrische Erkrankungen, Fibromyalgie und andere diffuse Schmerzen, multiple Allergien, chronische Darmentzündungen, Schlafstörungen und viele weitere mehr.


Die klassischen 3 Stadien der Borreliose

Schulmedizinisch werden nur die folgenden Symptome einer Borreliose als solche anerkannt. Sie werden nach einem zeitlichen Verlauf in drei bekannten Stufen eingeteilt.

Als Wanderröte ( Erythema migrans) bezeichnet man eine Rötung auf der Haut, die einige Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich auftreten kann und sich kreisförmig um den Stich herum ausbreitet. Die Wanderröte, als sicheres Zeichen einer Infektion mit Borrelien, tritt leider nur in weniger als 25% der Fälle nach dem Zeckenstich als Immunreaktion auf die lebenden Keime (Spirochäten) auf, weshalb die Infektion häufig unentdeckt bleibt. Dieses Hautzeichen tritt nur dann auf, wenn der Patient bereits mit Borrelien infiziert ist und es zu einer erneuten Infektion kommt.

Im akuten Stadium 1 werden grippeartige Symptome beschrieben. Antibiotika wirken in diesem Stadium effizient.

Stadium 2 wird mit Muskelschmerzen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Gelenkschmerzen, wandernder Arthritis und Meningitis beschrieben.

Schwere chronisch-neurologische Symptomatik, schwerwiegende Müdigkeit, Gedächtnisverlust, heftige Schmerzen, Depression und Psychosen sind Kennzeichen für Stadium 3. Sowohl Stadium 2 als auch Stadium 3 können nach einer symptomfreien Latenzzeit von mehreren Jahren oder Jahrzehnten auftreten, so dass der Zusammenhang mit dem auslösenden Insektenstich/-biss ( nicht nur Zecken können Borrelien und Co-Infektionen auslösen!) meist nicht erkannt wird.

Es sind fast immer akute Stressoren (Scheidung, Geldprobleme, Verlust des Arbeitsplatzes etc.), die den persistierenden Infekt in eine ernste symptomatische Erkrankung verwandeln.


Zu den Haupsymptomen einer chronischen Infektion (persitierende Infektion) mit Borrelien und deren Co-Infektionen zählen:

-chronische Müdigkeit, Erschöpfung und Unlust am Leben

-Depressive Stimmungslage bis hin zur Depression

-Gehirnnebel, Benommenheit, Schwindel

-Probleme mit Kurzzeitgedächtnis, Konzentration und Wortfindung

-Autismus, Hyperaktivität, bipolare Erkrankungen

-geringe Libido

-Schlafstörungen und mangelnde nächtliche Regeneration, ggf. epileptische Anfälle

-Diffuse körperliche Schmerzen

-einschießende Muskel- und/oder Gelenkschmerzen oder Gelenkschwellungen

-Überempfindlichkeiten gegen Lärm und Licht

-Unverträglichkeiten gegen Nahrungsmittel

-Chronische Nebenhöhlen- und Halsbeschwerden, Nackenschmerzen

-Schwächegefühl, Kurzatmigkeit und schneller Puls, Blutdruckschwankungen

-Dysregulation der Körpertemperatur, generelles Kältegefühl und Nachtschweiß

-Vermehrter Durst, vermehrte Urinausscheidung-Dysurie (erschwertes/ schmerzhaftes Wasserlassen)

-Husten

-Kopfschmerzen

-eingetrübte Sicht, verschwommenes Sehen

-Muskelschmerzen und Muskelschwäche

-Eigenartige neurologische Symptome wie Zittern, Brennen, Vibrieren oder Taubheitsgefühle

-unerklärliche Zahn- und Kieferschmerzen

-gerötete, trockene, brennende Augen

-Hörstörungen, Tinnitus (Klingeln im Ohr), plötzlicher Hörverlust auf einem oder beiden Ohren

-Verlust des Geruchs- und Geschmacksinns

-subdermale fibröse Zysten

-Restless-legs-Syndrom

-Ataxie, Bewegungs- und Haltungsauffälligkeiten (z.B. Schiefhals)

-beeinträchtigte Entscheidungsfähigkeit, geringe Belastbarkeit...


Der Patient erlebt immer wieder symptomarme bis symptomfreie Zeiten („silent inflammation“), bevor sich sein Zustand (wieder)massiv verschlechtert, weshalb viele Ärzte noch immer häufig eine falsche Diagnose stellen, was fatale Folgen für den Patienten haben kann.


Diagnostik persistierender Infektionen:

Der schulmedizinisch anerkannte und in Deutschland meist als einziger von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlte Test, ist der indirekte Erregernachweis von Antikörpern im Blut (SeraSpot, IFT ELISA (EIA), Western Blot). Allerdings sind die Immunzellen, die diese Antikörper produzieren sollten, selbst infiziert und krank und können somit ihrer Aufgabe oft nicht mehr nachkommen. Das bedeutet, dass ohne biologische Vorbehandlung des Immunsystems der Antikörpertest in vielen Fällen negativ ausfallen muss!

Ist man also auf einen Antikörpernachweis angewiesen, kann eine Diagnose zunächst entweder nur klinisch gestellt werden (durch ART) oder anhand eines Provokations-Urin-PCR-Tests nach manueller Bindegewebstherapie. Spirochäten haben die Fähigkeit, eine persistierende Zysten- oder L-Form zu bilden. Vor allem nach der Anwendung von Antibiotika versetzen sich die Keime in diesen Zustand , womit sie sich jeglicher Testung/ Nachweis entziehen. In diesem Fall bleibt jedoch das Immunsystem im Zustand erhöhter Vigilanz und attackiert jedes Körpergewebe, in dem sich die Zysten verstecken (Autoimmunerkrankungen sind geboren). Die DNA der Zysten wartet ungeduldig auf die nächste Möglichkeit, wieder die reife Borrelienform anzunehmen, etwa mittels eines geschwächten Zustands des Wirts durch äußere Einflüsse bzw. Stressoren, wie z.B. eine Ehescheidung, ein Autounfall, finanzielle Probleme usw. Wir sprechen dann von einer persistierenden Borreliose.

Jüngste Forschungen zeigen, dass die Mikroben im Darm, das Immunsystem des Darms und das Gehirn, einschließlich der Mikroben im Gehirn, eng miteinander kommunizieren- u.a. über den sogennaten Vagusnerv. Der Vagusnerv ist der Hauptnerv (10. Hirnnerv) des parasympathischen Systems unseres Nervensystems und ist an der Regulation fast aller Funktionen der inneren Organe beteiligt.

Fehlen bestimmte Mikroben im Darm, gibt es Mangelerscheinungen an Neurotransmittern, Neuropeptiden und Hormonen, was wiederum viele weitreichende negative Effekte auf unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unsere Lebensqualität haben kann!



Sprechen Sie mich an, ich unterstütze Sie gerne!

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