Fructoseintoleranz- Ursache von Bauchbeschwerden, Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Depressionen

Bei unserer täglichen Nahrungsaufnahme sollten wir neben der Milch auch dem Obst eine größere Aufmerksamkeit schenken. Denn wenn wir zu viel rohes Obst oder Gemüse (beide gelten als sehr gesunde Nahrungsmittel) zu uns nehmen, können wir mit Blähungen, Bauchschmerzen, mit Durchfall und sogar Müdigkeit reagieren. Das liegt daran, dass wir nur eine begrenzte Menge an Fruchtzucker (Fructose) verarbeiten und durch die Zellen der Darmschleimhaut aufnehmen können. Ein Zuviel an unverdauter Fructose führt zu Gärungsprozessen im Darm- ein guter Nährboden für Gär-Keime. Aufgrund dieser Gärungsprozesse erfolgt die Aufnahme von Fruchtzucker noch langsamer, der Transport durch die Zellen noch schleppender, so dass die betroffenen Patienten mit der Zeit immer weniger Obst vertragen.

Schätzungsweise 40-60% der Mitteleuropäer sind von der Fructoseintoleranz, die korrekterweise Fructosemalabsorption heißen müssste, betroffen. Durch den Verzehr von zu viel Obst können jedoch nicht nur Bauchschmerzen und Blähungen auftreten, sondern auch Schlaf- und Konzentrationsstörungen und sogar Depressionen. Ja, zu viel Fructose kann tatsächlich dazu führen, dass unsere Stimmung leidet. Der überschüssige Fruchtzucker kann im Darm mit der Aminosäure Tryptophan einen unlöslichen Komplex bilden. Das Tryptophan fehlt dann als wichtigster Grundstoff bei der Herstellung des "Glückshormons" Serotonin, das übrigens zu 90% vom Darm gebildet wird- allerdings nur, wenn dieser gesund ist.


Fruchtzucker ist im Stuhl gut messbar und der daraus resultierende Serotoninmangel im Blut bzw. Urin ebenfalls.

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