Schlafstörungen, Burn-Out, Depression und Angststörungen als Folge einer autonomen Fehlregulation

Aktualisiert: 9. Apr 2020


Bei der Entstehung von Krankheiten spielt das autonome (vegetative) Nervensystem eine entscheidende Rolle. Das Autonome Nervensystem (ANS) ist ein unbewusst ablaufendes Steuerungssystem, dessen Zentrale im Hypothalamus sitzt, welches den gesamten Organismus im Sinne einer Automatik reguliert. Der Hypothalamus ist ein Teil unseres Gehirns, der die wichtigste Verbindung zwischen Hormon- und Nervensystem darstellt. Er steuert die vegetativen Funktionen des Organismus, wie z.B. die Atmung, den Kreislauf, die Körpertemperatur, die Nahrungs- und Wasseraufnahme, die Darmtätigkeit, die Hautdurchblutung, den Schlaf-/ Wachrhythmus, das Sexualverhalten u.v.m. – also praktisch alle willentlich nicht beeinflussbaren Körperfunktionen. Das Autonome Nervensystem (ANS) ist in zwei extrem gegensätzliche Systeme unterteilt: Sympathikus und Parasympathikus (auch „Vagus“ genannt).


Wenn wir gesund sind, pendelt das ANS, je nach Bedarf, in harmonischer Weise zwischen Sympathikus und Parasympathikus hin und her. Dauerbelastungen (wie z.B. chronischer Stress, Doppelbelastungen durch Beruf und Familie, Mangelzustände durch einseitige Ernährung, Toxinbelastungen, Elektrosmog etc.), können dazu führen, dass wir in einem dieser Extremzustände verharren und unser autonomes Nervensystem nicht mehr regulierend eingreifen kann. Der Daueralarm im Inneren kann sich zunächst durch Unwohlsein bemerkbar machen, dann zu gestörten Körperfunktionen und letztlich zu ernsthaften Erkrankungen führen. Erhöhte Blutzuckerwerte, die die Gefäße ähnlich schädigen können wie ein manifester Diabetes, ein geschwächtes Immunsystem, ein belastetes Herz-Kreislauf-System, Störungen im Verdauungstrakt, die Entstehung von Allergien bis hin zu Autoimmunerkrankungen, psychische Auswirkungen wie Schlafstörungen, Burn-Out, Depression und Angststörungen sind die Folgen einer solchen Fehlregulation. Früher sprach man von „vegetativer Dystonie“, heute von autonomer Dysregulation, von somatoformen oder psychosomatischen Beschwerden. Findet der Arzt bei seinen Untersuchungen keine organische Ursache, empfiehlt er seinem Patienten eine Psychotherapie sowie eine Normalisierung der Lebensweise durch moderate Bewegung, Meiden von Genussgiften, frühes Zubettgehen und Entspannungsübungen. Die Mehrzahl aller Patienten kommt durch solche ärztlichen Empfehlungen in noch größere Bedrängnis, denn die konventionellen Therapieempfehlungen zielen sehr häufig an den wahren Ursachen der Beschwerden vorbei. Wodurch kommt es zu einer autonomen Fehlregulation?

An erster Stelle stehen unerlöste seelische Konflikte (USK), von denen der Patient in der Regel gar nichts weiß oder wahrnimmt; die Mehrzahl solcher Konflikte sind tief unbewusst verankert und für den Patienten kaum zu erfassen oder gar zu verbalisieren, was die Abneigung der meisten Patienten gegenüber einer konventionellen Gesprächs-Psychotherapie völlig nachvollziehbar macht.

Eine weitere häufige Ursache vegetativer Fehlfunktionen sind geopathische Belastungen (Erdstrahlung durch z.B. Wasseradern), chronische Infektionen und funktionelle Organstörungen, wie eine fehlbesiedelte Darmflora und eine fehlerhafte Funktion der Verdauungsorgane (Gallestauungen, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Magen-Fehlfunktionen etc.).

95% des "Glückshormons" Serotonin wird in unserem Darm gebildet, sofern dieser gesund ist und optimal arbeitet. Wir müssen dabei zwei Aspekte beachten: Zum einen benötigt unser Darm für die Herstellung des Serotonins bestimmte Bausteine aus der Nahrung wie Vitamine (B3, B6, Folsäure etc.), Mineralstoffe (Eisen, Zink, Kupfer etc.) und besonders die Aminosäure Tryptophan. Tryptophan findet sich vorwiegend in Rinderfilet, Thunfisch, Hafer, Weizenkeimen, tropischen Früchten, Avocado und auch in Schokolade. Zum anderen muss der Darm aber auch in der Lage sein, die Nahrungsbausteine vollständig aufzunehmen. Wenn wir beispielsweise zu viele Kohlenhydrate zu uns nehmen, oder allzu viele Säureblocker schlucken, oder gegebenenfalls unsere Nahrungsmittelintoleranzen (Gluten, Lactose, Fructose und Histamin) nicht beachten, begünstigen wir dadurch Gär- und Fäulnisprozesse in unserem Darm.

Die Folge davon ist, dass die wertvollen "Glücklichmacher" in der Toilette landen.

Vor diesem Hintergrund ist es sehr wahrscheinlich, dass sich auch Süchte, die mit der Ernährung in Zusammenhang stehen, wie etwa die Bulimie oder die Alkoholsucht ebenfalls über die Lenkung des Mikrobioms positiv beeinflussen lassen. Das Mikrobiom sendet Botenstoffe an das Gehirn (Darm-Hirn-Achse), die unser gesamtes Verhalten beeinflussen und somit auch unser Essverhalten. Außerdem wirkt Serotonin sowohl auf Darm und Gehirn entspannend und ausgleichend. Gerade hinsichtlich der Alkoholsucht müssen wir bedenken, dass einige Gärbakterien im Sinne einer alkoholischen Gärung Alkoholbildner sind. Wenn wir über eine Symbioselenkung diese Bakterien verdrängen, entlasten wir damit unsere Leber und unser Gehirn. Das Ökosystem unseres Darms hat großen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden, verbunden mit einer enormen Wirkung auf alle Schleimhäute und die Haut. Immer wiederkehrende Blasenentzündungen, Nebenhöhlen-, Genital- und Bronchialinfekte sowie viele therapieresistente Hauterkrankungen, können durch eine gezielte mikroökologische Therapie behandelt werden.



Ich unterstütze Sie gerne beim Aufdecken der wahren Ursachen, um Sie so optimal in Ihrem persönlich Heilungsprozess begleiten zu können.

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