Angst und das innere Kind
- Selma Alacam
- 24. Aug. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 17. Okt. 2025

Wenn alte Erfahrungen heute noch wirken
Viele meiner Patient:innen spüren, dass ihre Ängste eng mit alten Erfahrungen verbunden sind – als Heilpraktikerin in Mannheim begleite ich sie dabei, das innere Kind zu sehen und zu verstehen.
Manchmal ist da eine Angst –
plötzlich, diffus, nicht einzuordnen.
Obwohl „eigentlich“ nichts passiert ist.
Obwohl dein Kopf weiß: „Ich bin in Sicherheit.“
Doch dein Körper sagt etwas anderes.
Er zittert.
Er zieht sich zusammen.
Er will weg.
Und manchmal ist das kein Ausdruck deiner Gegenwart –
sondern die Erinnerung deines inneren Kindes.
Dein Körper erinnert sich
Als Kind konntest du nicht einfach sagen:
„Das überfordert mich gerade.“
Oder: „Ich fühle mich nicht sicher.“
Aber dein Körper hat alles gespeichert:
– den Tonfall der Mutter
– das Schweigen des Vaters
– die Kälte im Raum
– das Gefühl, mit deinen Gefühlen allein zu sein.
Wenn sich heute jemand abwendet, zu laut wird, zu nahe kommt –
kann genau dieses alte Gefühl getriggert werden.
Angst wird dann nicht durch das Jetzt verursacht,
sondern durch etwas, das in dir damals kein Gehör gefunden hat.
Das innere Kind meldet sich über den Körper
Angst ist oft die Sprache deines jüngeren Selbst:
– des kleinen Mädchens, das sich nicht verstanden fühlte
– des Kindes, das keine Sicherheit hatte
– des inneren Wesens, das zu früh stark sein musste.
In meiner Praxis erlebe ich oft:
Die Angst wird nicht kleiner durch Erklärungen.
Sondern durch Begegnung.
Durch das stille, achtsame Dasein bei dem,
was dein inneres Kind nie aussprechen konnte –
aber heute endlich darf.
Nervensystem & kindliche Prägung
Aus Sicht der Körperpsychotherapie ist Angst oft die Folge eines Nervensystems,
das zu früh chronisch übererregt wurde.
Das kann durch emotionale Vernachlässigung genauso entstehen wie durch offenes Trauma.
Deshalb reicht es oft nicht, „positiv zu denken“.
Es braucht neue Erfahrungen von Sicherheit – im Körper, im Kontakt, im Raum.
Was du selbst tun kannst
Finde einen sicheren Ort in dir: Leg die Hand auf dein Herz oder deinen Bauch. Sprich innerlich: „Ich bin bei dir.“ Das allein kann Wunder wirken.
Sprich mit deinem inneren Kind: Stell dir vor, das kleine Mädchen in dir sitzt vor dir. Was braucht sie? Was möchte sie dir sagen?
Berühre dich bewusst: Sanfte Berührung, wie das Halten deiner Wangen, kann dein Nervensystem beruhigen – und dein inneres Kind spüren lassen: „Ich bin nicht mehr allein.“
Du musst das nicht alleine halten
Wenn du spürst, dass deine Angst tiefer geht als der Verstand es erklären kann –
wenn du fühlst, dass dein Körper sich nach etwas sehnt, das er nie hatte –
dann darfst du dir Begleitung holen.
In meiner Naturheilpraxis in Mannheim biete ich einen Raum,
in dem dein inneres Kind gesehen, gehört und gehalten werden darf.
In deinem Tempo. Mit viel Achtsamkeit. Und ohne Druck.
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